Transparenter Handel.


Wir schaffen einen transparenten Umgang mit der Herausforderung für jede ambitionierte Rösterei, Rohkaffee wirklich fair und nachhaltig zu importieren.

Zugegeben, wir haben uns das Ganze mit dem „fairen Handel“ einfacher vorgestellt. 
Jetzt stehen sie da…  Unsere Rohkaffeesäcke mit einem bunten Mix aus „Fair-Trade“- und „Bio“ – Siegeln.

Das hört sich erst mal super an und verkauft sich bestimmt auch gut. Ihr werdet diese Siegel trotzdem nicht auf unseren Verpackungen finden.

Wir wollen ein gutes Gewissen nicht einfach verkaufen, in dem wir uns beispielsweise ein „Fair-Trade“-Siegel auf die Packungen kleben, wir wollen wirklich etwas verändern! 

Mittlerweile gibt es sehr viele Siegel, die dem Käufer fairen Handel suggerieren.
Das Problem: Leider ist der Begriff „fair“ rechtlich nicht geschützt. Es gibt keine gesetzlichen Regelungen, kein einheitliches Kontrollgremium. Zuständig dafür wäre übrigens die EU-Kommission.
Das sorgt nicht nur für Verwirrung bei uns allen, sondern führt außerdem zu Täuschungsversuchen. So reicht beispielsweise für viele bekannte Siegel ein geringer Anteil an fair gehandelten Produkten aus, um das gesamte Produkt mit dem Siegel zu schmücken.
Das wiederum führt dazu, dass sich Produkte von Großkonzernen, die Auslöser und Mitverantwortlichen für das eigentliche Problem, plötzlich mit Gütesiegeln brüsten. 

Die Grundsatzideen der meisten Siegel sind alle gut und der Konsument kann sich ohne groß nachzudenken ein gutes Gewissen kaufen. Eine Grundproblematik der Siegel ist jedoch, dass es keine festgelegten Standards gibt und jedes Siegel seine Vergaberichtlinien selbst festlegt. Bei einigen Siegeln liegt der Schwerpunkt auf der Qualität der Kaffees, bei anderen wiederum auf einen nachhaltigen Anbau oder fairer Preisgestaltung. Um eine Lizenz für die Nutzung eines Siegels zu erhalten, zahlen die Bauern teilweise sehr hohe Gebühren. Wir wollen hier nichts schlecht machen. Informiert euch an dieser Stelle gerne selbst, wofür so ein Siegel eigentlich steht und was es euch über den realen Geldfluss vom Farmer bis zum Endverbraucher verrät.

Was wir wollen:
Wir streben einen direkten Handel mit den Kaffeefarmern („Direct Trade“) an und möchten so die intransparente und spekulative „Kaffeweltmarktblase“ umgehen. 
Wir sind eine Kaffeerösterei, weil wir es lieben unsere Produkte in den Händen zu halten, riechen und schmecken zu können. Nicht um Teil irgendwelcher Spekulationen auf Kosten anderer zu sein.

Wir, DIE KAFFEEREI Rösterei GmbH, sind ein Unternehmen und wollen Geld verdienen, na klar! 
Wir sind allerdings davon überzeugt, dass in einer Handelskette ohne viele Zwischenhändler und Spekulanten jeder gewinnt. Der Farmer, das Unternehmen und der Konsument.
Eine Handelskette in der sich Farmer und Röster kennen und es mehr um Qualität als um den schwankenden und von Spekulanten und Konzernen beeinflusste „Kaffeeweltmarkt-Preis“.
Wir wollen einen echten fairen und transparenten Handel schaffen.

Wo stehen wir?
Zurzeit beziehen wir unsere mit Siegeln geschmückten Rohkaffees von verschiedenen Klein- und Großhändlern in und um Hamburg. Manche sind transparenter als andere. 100% rückverfolgbar ist allerdings keiner unserer Kaffees. 
Uns geht es im Ursprung natürlich um die Qualität des Rohkaffees. Diese hohen Standards erfüllen alle unsere Bohnen.
Um direkten Handel wirtschaftlich sinnvoll betreiben zu können, benötigen wir eine gewisse Abnahmemenge und genügend Liquidität.
Obwohl wir erst seit März 2020 auf dem Markt sind, haben wir der Covid19-Pandemie getrotzt und sind bereits auf einem guten Weg dahin. Allerdings werden wir noch ein paar Monate brauchen, um 100 Prozent direkten Handel betreiben zu können.
Unser nächster Filterkaffee wird allerdings schon ein „Direct Trade“ sein.
Wir halten euch hier über unsere Fortschritte zu diesem Thema weiterhin auf dem Laufenden.